Ich bin Manuel,
ein ganz normaler Kerl, der einfach versucht, das Beste aus seinem Leben herauszuholen und alles richtig zu machen. Ich scheine vielleicht noch etwas jung um über Dinge, wie das Leben oder Erfahrungen zu schreiben, allerdings gibt es kein zu früh oder zu spät um etwas zu beginnen, von dem man glaubt, dass es einem Spaß macht. Das ist nur eine Sache von vielen die ich lernen musste.
Durch meine Ausbildung und Karriere in der Gastronomie durfte ich einige interessante Menschen mit verschiedensten Persönlichkeiten und Lebenseinstellungen kennenlernen, und von allen auch irgendwie etwas mitnehmen. Wie ich selbst da reinpasse, weiß ich bis heute nicht genau. Aber ich denke, ein Grund ist meine gute, doch etwas mehr konservativ- und Werte-orientierte Erziehung, gepaart mit einer gewissen Neugier und Offenheit für Neues, solange es Sinn macht. Erziehungstechnisch wurde hier definitiv einiges richtig gemacht.
Karriere und das Arbeiten für die Zukunft war definitiv das Zentrum meiner ersten 10 Jahre des Erwachsenwerdens. Mit diesem strickten Focus habe ich es geschafft als Hotelkaufmann-Azubi zu beginnen und derzeit, 10 Jahre später, als Senior F&B Manager in Santa Barbara, Kalifornien in den USA, tätig zu sein. Über das Leben und Wachsen in der Hotellerie kann ich stundenlang und seitenweise philosophieren. Aus diesem Grund soll dies auch ein wesentlicher Teil dieses Projekts sein. Die Hotellerie hat viel für mich getan, sei es meine persönliche Entwicklung, die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten, die sich innerhalb aber auch außerhalb der Branche durch den Background bieten, die internationale Flexibilität und natürlich die Sicherheit immer und überall einen Job zu finden. Daher wird die Hotellerie, was immer auch zukünftig passiert, ein Teil meines Lebens sein. Wird sie sowieso, da ich durch die Arbeit in der Hotellerie meine Frau kennengelernt habe.
Meine Frau ist wortwörtlich das „life“ in meiner „work-life-balance“. Am Ende war sie es, die mich darüber nachdenken ließ, wieviel Planen und Arbeiten für irgendetwas in der Zukunft gesund ist. Wieviel Sicherheit braucht der Mensch? Wann ist der richtige Zeitpunkt um etwas zu tun, oder gibt es „den richtigen Zeitpunkt“ überhaupt? Soll ich es machen? Kann ich es machen? Kann ich es mir leisten? Muss das jetzt sein? Wie soll man sich entwickeln, lernen, beraten, vorankommen und irgendwann sogar ein Kind erziehen? Vor allem aber: Wie will man leben, wenn man nicht lebt?
Gemeinsam mit meiner Frau habe ich begonnen wirklich viel zu reisen, es war ihr Hobby und sie hat es auch zu meinem gemacht. Das Kennenlernen anderer Kulturen und Erkunden fremder Länder entführt mich jedes Mal aus der Wirklichkeit und erweitert meinen Horizont. Diese Erfahrungen mit einem geliebten Menschen zu teilen, ist das Größte. Am Ende geht es irgendwie nie um das Ziel, es geht um die Reise selbst und welche gemeinsamen Erinnerungen man mitnimmt. Es ist faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich die Menschen in den verschiedenen Teilen der Welt leben, vor allem wie sie miteinander und mit Fremden umgehen. Die beste Beschreibung für das, was Reisen auch für mich geworden ist, hat mir einmal ein sehr guter Freund gegeben: „Reisen ist wie das Schreiben einer persönlichen Geschichte, wie das Schreiben der eigenen Persönlichkeit. Jede Reise schreibt ein paar Seiten in deiner eigenen unendlichen Geschichte.“
Seit ich meine Frau kennengelernt habe, schreibe ich nicht mehr an meiner Geschichte, ich habe für mich entschieden, dass es erfüllender ist, an unserer gemeinsamen Geschichte zu schreiben. Denn das Leben fängt für uns jetzt erst richtig an. Gemeinsam stellen wir uns dem, was noch kommen mag. Ich habe keine Ahnung was es ist, aber ich habe verstanden, dass es viel einfacher und angenehmer ist sich nicht über alles schon vorher den Kopf zu zerbrechen. Meine Frau hat mich gelehrt, dass es manchmal Dinge gibt, die man einfach machen muss, man kann nicht immer alles planen. „Man kann kein Spiel gewinnen, das man nicht spielt.“
Sie war es auch die mich dazu ermutigt hat dieses Projekt zu starten. Als ich vor kurzem 30 geworden bin, haben wir darüber nachgedacht, welchen beruflichen Weg ich noch hätte einschlagen können und warum es denn unbedingt die Hotellerie sein musste. Müsste ich mich noch einmal anders entscheiden, würde ich wahrscheinlich versuchen Journalist, Reporter oder Autor zu werden. Nun fehlt mir ehrlich gesagt der Mut alles hinzuschmeißen und noch einmal von vorn zu beginnen, das bin einfach nicht ich
Allerdings war ich immer davon überzeugt, dass man alles schaffen kann. Darum starte ich, jemand der sich nie mit dem Internet, Social Media, geschweige denn der Blogszene beschäftigt hat, jetzt diese Website als Hobby. Ich möchte einfach schreiben, Erfahrungen teilen und dem einen oder anderen helfen. Ich möchte für mich herausfinden, ob der „andere Weg“ überhaupt eine wirkliche Option gewesen wäre. Und natürlich möchte ich in meiner Freizeit etwas machen, was mir Spaß und anderen vielleicht eine Freude macht oder hilft. Denn das ist es, was erfüllt!
Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen meiner Artikel.